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    Arbeitszeugnis - Tipps zur Interpretation



    Die Interpretation eines Arbeitszeugnisses hängt nicht an einzelnen Formulierungen, besonderen Sätzen oder gar speziellen Wörtern. Wichtig ist in erster Linie der Gesamteindruck. Hier fragen wir uns auch, was für ein Gefühl das Lesen hinterlässt. Ist es positiv? Oder hinterlässt es einen unentschiedenen, zweifelnden Eindruck.

    In jedem Fall sollten wir uns nicht allein auf das Gefühl verlassen, sondern auch einen Blick auf die einzelnen Noten werfen.

    Bei der Interpretation des Arbeitszeugnis können Ihnen folgende Kriterien und Tipps hilfreich sein und die Arbeit vereinfachen:

    • Wie ist der Gesamteindruck? Eher positiv oder fallen schon beim ersten Lesen einige Merkwürdigkeiten auf?
    • Wo liegen die einzelnen Noten? Ergeben sie ein harmonisches Gesamtbild?
    • Zusätzlich zur Gesamtbeurteilung, z.B.: “erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit” (Note 1), ist es sinnvoll,
    • sich auch die Beurteilungen für Leistungsbereitschaft, Fachwissen, Weiterbildungsbereitschaft, Arbeitsstil, Arbeitserfolg und besondere Leistungen, Führungsverhalten, Sozialverhalten intern / extern und die Schlussformel genauer anzusehen.


    Anhand der Temporaladverbien und Steigerungsformen können wir die einzelnen Noten relativ einfach unterscheiden und interpretieren:

    - Stets sehr erfolgreich, immer überaus motiviert, allzeit höchst ergebnisorientiert -Temporaladbverb plus Steigerungsform
      steht für: ausgezeichnet, sehr gut.
    - Stets erfolgreich, immer motiviert, allzeit ergebnisorientiert oder: sehr erfolgreich, hoch motiviert, sehr ergebnisorientiert -
      Temporaladverb oder Steigerungsform bedeuten in der Regel: gut.
    - erfolgreich, motiviert, ergebnisorientiert oder: immer zufriedenstellend - Adverbien ohne Temporalbestimmung enthalten die
      befriedigende Wertung
    - Zufriedenstellend (ohne Temporaladverb), oder: immer angemessen, stets anforderungsgerecht stehen allgemein für
      ausreichende Leistungen.
    - eine noch darunter liegende Wertung drückt sich aus mit: angemessen, anforderungsgerecht


    Auch die Länge eines Arbeitszeugnisses und die Vollständigkeit der Beurteilungskriterien spielen eine große Rolle. Für Ausbildungszeugnisse oder einfache Positionen rechnen wir mit ca. 1 Din A4 Seite. Anspruchsvollere Positionen dagegen erfordern ca. 1 ½ DinA4 Seiten. Zeugnisse für Führungskräfte oder Arbeitszeugnisse für langjährige Mitarbeiter mit unterschiedlichen Funktionen im Unternehmen verlangen auch manchmal bis zu 3 Din A4 Seiten.

    Wird ein wesentlich kürzeres Arbeitszeugnis ausgestellt, kann man dieses als Unzufriedenheit des Unternehmens mit dem Arbeitnehmer, seine Unwichtigkeit und / oder die Unlust zur Zeugnisausstellung interpretieren. Eine nicht zufriedenstellende Leistung des Arbeitnehmers wird beispielsweise durch fehlende Beurteilungskriterien in diesem Bereich angedeutet. Sind in einem Zeugnis für einen Gruppenleiter z. B. keinerlei Informationen über das Führungsverhalten zu finden, ist das ein Grund zur Vorsicht. Fehlt in einem Zeugnis für Kassiererinnen das Kriterium “Ehrlichkeit” oder für Designer das Kriterium “Kreativität” oder “Innovationskraft”, sollten wir auch hier aufzumerken. Das hier beschriebene “beredte Schweigen” im Arbeitszeugnis ist eindeutig als ein Mangel der erforderlichen Schlüsselqualifikation zu sehen.

    Darüber hinaus gilt die Aufmerksamkeit des Lesers auch bedeutenden Differenzen, der Verantwortungsbreite und dem Aufgabenbereich. Decken sich diese Angaben mit denen im Lebenslauf? Fehlen u.U. wichtige Angaben? Wie ist die allgemeine Benotung über alle Arbeitszeugnisse, fällt eventuell sogar etwas Besonderes auf?

    Wichtig ist es, die Intention des Zeugnis ausstellenden Unternehmens zu erkennen. Denn ein individuelles, aussagestarkes Zeugnis hat mehr Gewicht und ist wertvoller zu interpretieren als ein Standardzeugnis, das mit überall erhältlichen Zeugnisbausteinen einfach zusammen gesetzt wurde.


    Oft werden Arbeitszeugnisse - besonders in kleineren Unternehmen - von Vorgesetzten oder dem Geschäftsführer selbst verfasst. (Zusatzinfos unter: Arbeitszeugnis Schreiben oder Arbeitszeugnis). Diese Zeugnisse werden oft in Unkenntnis der (zugegebenermaßen etwas komplizierten) Benotungs-Systematik eine volle Note unter der beabsichtigten Beurteilung ausgestellt. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung haben wir festgestellt, dass nur in den seltensten Fällen ein  “schlechtes” Zeugnis absichtlich in dieser Form ausgestellt wurde. Meist versucht das Unternehmen, das Arbeitszeugnis so realistisch wie möglich und ohne Übertreibungen oder Überbewertungen zu verfassen. Dieses Vorgehen führt oft zu Missverständnissen, da in einem Arbeitszeugnis - abweichend von einem Schulzeugnis - ein “gut” immer als ein “stets gut oder “sehr gut” umschrieben wird. Da der Gesetzgeber vorsieht, stets ein wohlwollendes Zeugnis auszustellen, hat sich diese Methode seit vielen Jahren etabliert. Am ehesten erkennen und interpretieren wir die beabsichtigte Bewertung der Leistung in der Gesamtbeurteilung; die ist beinahe jedem bekannt :-)

    Hat ein Mitarbeiter “stets zur vollsten Zufriedenheit” gearbeitet, kann man davon ausgehen, dass er sehr sinnvolle Beiträge geleistet hat und einen überdurchschnittlichen Arbeitserfolg hatte. Dies gilt auch, wenn die Arbeitsergebnisse mit ”erledigte die ihm übertragenen Aufgaben gut und termingerecht” beschrieben werden (eine Formulierung, die für sich gesehen, im besten Fall mit einer 3 bewertet werden dürfte). Einen starken Hinweis zur Gesamt-Interpretation des Arbeitszeugnisses gibt uns die Gesamtbeurteilung. Ist allerdings nur die Gesamtbewertung positiv und alle anderen Beurteilungskriterien eher durchschnittlich beschrieben, ist Vorsicht geboten. Hier könnte sich eine gut getarnte Information über eine leistungs- schwache Performance verbergen.


    Daher ist  zu beachten:

    Qualifizierte Arbeitszeugnisse entscheiden mit über die berufliche Zukunft und möglicherweise die Karriere eines Arbeitnehmers und sie begleiten ihn sein ganzes Berufsleben lang!

    - Nehmen Sie sich deshalb Zeit für die Beurteilung

    - Hinterfragen Sie Ihre eigenen Wahrnehmungen, u. U. auch Ihr Führungsverhalten, Ihre Ansprüche, Ihre persönlichen
      Werthaltungen

    - Stellen Sie bitte niemals ein Arbeitszeugnis unter Stress, nervöser Anspannung oder anderer emotionaler Belastung aus

    - Bleiben Sie fair und in jedem Fall wohlwollend

    - Bedenken Sie stets: eines Tages stellt auch Ihnen jemand ein Arbeitszeugnis oder eine Beurteilung aus - handeln Sie so,
      wie Sie behandelt werden wollen

    Bewährt hat sich auch die Beauftragung des Mitarbeiters, das Zeugnis vorzubereiten. Indem Sie Ihre MA einbeziehen, werden diese motiviert, die Akzeptanz für das spätere Ergebnis wird erhöht und Sie sparen viel Zeit. Durch diese Vorarbeit haben Sie eine spürbare Entlastung bei der anschließenden Überarbeitung mit der entsprechenden Bewertung. Nach unserer Erfahrung bleiben Arbeitnehmer aufrichtig und angemessen in ihrer Leistungsbeurteilung. Im Allgemeinen ist die Selbsteinschätzung eines Menschen sehr realistisch und differiert nur in seltenen Fällen zur Fremdeinschätzung. Nutzen Sie das Potential!

    Für ganz Hilflose gibt es etliche akzeptable Programme zum Erstellen eines Arbeitszeugnis. Hiermit kann man zwar meist ein Standarddokument erstellen, aber die Individualität kann im Nachhinein korrigierend einfügt werden.    


USP Unternehmensberatung Kristin Gläser 
© 2017

Kontakt: usp@arbeitszeugnis-schreiben.de